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Alles fing mit einer eMail an. Eine eMail, mit der Einladung zu GMail, die ich Phil Marx zu verdanken habe. Also dem Link in der eMail gefolgt, schnell 2 persönliche Angaben gemacht (Vor- und Nachname), mir die GMailadresse ausgesucht, das Passwort festgelegt und ich war drin.
Als erstes musste ich mich natürlich mal ein bisschen umschauen. So neu alles irgendwie, keine sichtbare Werbung, wie man das von anderen Freemailanbietern gewöhnt ist, unten eine Anzeige, dass ich momentan 0 MB von 1000 MB nutze.
Ja, genau: bei GMail gibt es knapp einen GigaByte Mailspace. Gut, das kennen wir ja schon von GMX, aber GMail hat nicht so viel bzw. gar keine Werbung wie die Konkurrenz, wenngleich auch kein Mediacenter.

Das ReitersystemNatürlich war ich sofort scharf darauf, GMail zu testen. Also gleich mal eine Mail geschrieben, die dann auch recht zügig beantwortet wurde. Und da war ich erstaunt: die neue Methode, eMails als Konversation anzusehen, ist einfach genial. Unter meiner gesendeten eMail ist die Antwort auf die eMail zu sehen, ganz unten wiederum besteht die Möglichkeit zu antworten. Also ist das ganze, mehr oder weniger, InstantMessaging-ähnlich aufgezogen, was ich, für mich persönlich, einfach genial finde.
Da Google wohl denkt, dass bei soviel Mailspace nichts gelöscht werden müsse (zudem garantiert Google auch nicht dafür, dass gelöschte eMails wirklich von allen Servern gelöscht werden), ist die Inbox recht bald voll. Die Möglichkeit, die eMails zu archivieren besteht: Man kann diese dann noch über die Suchfunktion und über den All Mail-Menüpunkt finden.
Das LabelsystemDas Design von GMail ist eher schlicht gehalten, aber zweckgerecht: Man findet alles auf Anhieb; falls man mal nicht wissen sollte, wofür etwas gut ist, so kann man auf die Hilfepage dazu gehen. Auf der wird man garantiert fündig und findet schnell eine Antwort auf seine Frage.
GMail ist eine browserbasierende Anwendung und zum Teil sogar bereits jetzt schon besser als manch anderer eMail-Klient, den man auf der Platte installieren muss. Dank JavaScript stehen Hotkeys (Tastenkombinationen) zur Verfügung, und zu meiner Überraschung funktioniert das ganze sogar mit jedem gängigen Browser.

Die InboxBei GMail gibt es keine Ordner, wie man sie von anderen Anbietern kennt, sondern sogenannte Labels. Diese Labels lassen sich vom User beliebig anlegen; Sinn der Labels ist es wichtige eMails auf einen Blick zu haben, wobei eine eMail gleichzeitig mehreren Labels zugeordnet werden kann. Klingt kompliziert, ist es aber nicht.
Des Weiteren besteht die Möglichkeit, wichtige eMails mit einem Sternchen zu versehen. Diese eMails befinden sich dann wiederum unter einem Menüpunkt; aber auch "Starred" eMails lassen sich mit Labels markieren, sodass die Labels sich besser eignen, um eMails zu sortieren.

Um nochmal auf das Thema Werbung zu kommen: Natürlich ist GMail nicht werbefrei, irgendwie muss ich auch dieser Dienst finanzieren. Das Besondere an GMail ist allerdings, dass die Werbung, die eingeblendet wird, nur bei Konversationen zu sehen ist und diese die Google AdSense Technologie nutzt. Das heißt, man bekommt Google AdWords eingeblendet, die mit dem Inhalt der eMail zu tun haben. Allerdings sieht man bei deutschen eMails keine AdWords, es sei denn, man nutzt Anglizismen, die Google zufällig als Schlüsselwort gespeichert hat.

Ein weiteres Feature, das GMail mitbringt, ist die Rechtschreibprüfung. Dies bieten zwar andere Anbieter auch, trotzdem hat Google dieses Feature besser integriert. Dabei muss man natürlich auch erwähnen, dass es GMail in der Betaphase ja nur auf Englisch gibt und deshalb auch nur die englische Rechtschreibprüfung zur Verfügung steht. Nach Angaben von Google zu Folge wird es GMail auch in anderen Sprachen geben, sobald der Betatest abgeschlossen ist.

In der heutigen Zeit wäre er sicher nicht mehr wegzudenken, der Spamfilter. Und natürlich hat auch GMail so etwas. Spam wird entweder automatisch erkannt oder eMails lassen sich als Spam markieren. Der Spamfilter ist allerdings, nach meinen Tests zu Folge, noch nicht aufgereift genug. Aber schließlich befindet sich GMail noch in der Betaphase, sodass man das gerade noch verzeihen kann.

GMail ist einfach ein unschlagbares Webmailsystem, und gerade für Leute die viel unterwegs sind, aber kein Notebook haben, ideal geeignet. Hoffen wir nur, dass es bald öffentlich zugänglich ist...



Weiterführende Links:
Google GMail

Geschrieben von michi am 13.09.2004 (8319x gelesen)
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