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Die 4 Browser: Internet Explorer, Netscape, Opera und Mozilla



Internet Explorer, Netscape, Opera, Mozilla... Wer steigt heutzutage schon durch die Menge an Browsern durch?
Hier möchte ich euch eine kleine Einführung in die 4 Browser geben, die am Meisten in aller Munde sind.

Bild, URL: http://www.yubb.de/images/special_ie.gif
Der Internet Explorer ist der wohl meistverbreitete und meistgenutze Browser des Internets. Das liegt daran, dass das Betriebssystem Windows immer diesen Browser mitliefert.
Mit ca. 50 MB Minimumgröße ist der IE nicht gerade der kleinste unter den Browsern. Man muss sich ein Installationsprogramm auf der Microsoft-Seite runterladen (ca. 500 KB) und dieses lädt dann wiederum die Daten runter und installiert den IE auch gleich. Bei der Installation kann man wählen, welche Komponenten man herunterladen möchte und welche nicht. So kann man die Größe zwischen 50 MB und 120 MB tendieren.
Ein Problem ist jedoch die tiefe Verankerung des IE im Windows-System. Es ist nahezu unmöglich, den Browser komplett zu deinstallieren, ohne sich das Windowssystem zu zerbomben. Dem normalen Internetuser ist das vollkommen egal, der nutzt meist eh den Internet Explorer. Aber es ist extrem nervig für den fortgeschrittenen Benutzer, der den Internet Explorer gar nicht nutzen möchte und ihn deswegen eigentlich deinstallieren möchte. Zudem muss man an die Sichherheitslücken bedenken, die die Hacker liebend gern ausnutzen. Gerade wegen der großen Verbreitung des Browsers ist es für den Hacker ein lohnendes Ziel, eine Sicherheitslücke zu finden.
Der IE beherrscht die grundlegenden Standards (HTML 4.01, XHTML, XML), wenn auch gerade XML nicht ganz funktioniert. Auch die CSS-Standards werden erkannt, jedoch nicht den CSS2-Standard (bis auf ganz wenige Ausnahmen). Das große Problem beim IE ist die Strenge der Einhaltung: Denn es gibt kaum welche. Der IE schludert mit den Quellcodes nur so rum, dass Fortgeschrittene die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Es gibt sogar einige Seiten, die sind nur mit dem Internet Explorer ansehnlich sind, da der Quelltext so gräßlich ist und der Browser soviel ruminterpretiert/-ratet, bis die Seite "richtig" angezeigt wird.
Der Internet Explorer kommt, wenn man möchte, mit dem Mailprogramm Outlook Express und dem Windows Media Player und einigen Plugins daher, sodass man recht gut für das Internet gerüstst ist.
Als Fazit kann man zum Internet Explorer sagen, dass er was nettes für bequeme Leute sind, aber für Leute, die sich Webmaster nennen wollen, nicht das perfekte Werkzeug ist.
Man erhält den Internet Explorer (oder eher das Installationsprogramm) unter http://www.microsoft.com/germany/ms/internet/ie6.

Bild, URL: http://www.yubb.de/images/special_netscape.gif
Neben dem Internet Explorer ist Netscape ein vielgenutzter Browser. Dies liegt daran, dass einige Computer in der Voreinstellung Netscape als Browser haben.
Man kann diesen Browser als Komplettpaket zu ca. 11 MB-15 MB runterladen und ist so im Gegensatz zum IE sehr klein. Das wirkt sich jedoch nicht auf die Funktionsfähigkeit aus, welche den IE in gewissen Stellen sogar übertrifft.
Im Gegensatz zum IE ist es ohne Weiteres möglich, Netscape runterzuladen, zu installieren und auch zu deinstallieren. Netscape agiert als ein normales Programm und verankert sich nicht äußerst tief im System. Was machmal etwas stört, ist die übermäßige Ladezeit beim Programmstart. So kann es, je nach System, auch mal eine halbe Minute dauern, ehe man Zugrif auf das Programm hat. Läuft Netscape aber erstmal, so hat man viele Features zur Verfügung. Netscape ist skinable, das bedeutet, dass der Browser mit verschiedenen Oberflächen belegt werden kann. Hinzu kommt ein integrierter Downloadmanager, sowie ein Formular-, ein Cookie- und ein Passwortmanager. Darüber hinaus ist eine Zoom-Funktion eingebaut, z.B. für sehbehinderte Benutzer oder für viel zu kleine Schriften. Besonders erwähnenswert ist das Tabbed Browsing, das bedeutet, dass mehrere einzelne Fenster in dem Programm selbst geöffnet werden und nicht, wie beim IE, für jedes Fenster auch das gesamte Programm mitgestartet wird. Dies beugt einer überfüllten Taskleiste vor.
Netscape basiert auf dem Browser Mozilla. Zu Mozilla gibts aber weiter unten mehr. Hierdurch ist Netscape auch kompatibel zu neueren Standards, wie XML und CSS2. Aber das war nicht immer so. Den 4.x-Versionen, welche heute immer noch auf vielen PCs installiert sind, ist CSS nahezu ein Fremdwort und auch die aktuellen HTML-Standards werden nicht interpretiert. Wer solch einen Browser nutzt, sollte möglichst schnell updaten, denn durch die 4er-Versionen macht das Surfen echt kein Spaß. Der aktuelle Netscape ist etwas strenger in der Einhaltung als der IE, auch wenn immer noch die Toleranz recht hoch ist. So kann es passieren, wie oben erwähnt, dass im IE alles gut aussieht, Netscape jedoch Kauderwelsch darstellt.
Neben den oben genannten Features ist im Paket noch ein Mailprogramm enthalten, sowie ein WYSIWYG-Editor namens "Composer".
Alles in allem erhält man mit dem Netscape-Browser ein akzeptables Programm, in dem auch nicht Komponenten wie Mailprogramm fehlen. Zudem ist die Einhaltung der Standards ein weiterer Grund, diesen Browser dem IE vorzuziehen.
Man erhält den Browser als Komplettdownload (was man will oder nicht, wird erst bei der Installation entschieden) unter http://www.netscape.de/netscapeprodukte/netscape70.

Bild, URL: http://www.yubb.de/images/special_opera.gif
Der dritte im Bunde ist Opera, ein Browser, der als einziger der 4 hier vorgestellten käuflich zu erwerben ist. Natürlich gibt es auch eine Freewareversion, die jedoch immer oben rechts ein Werbebanner besitzt, sonst aber der registrierten Version gleicht.
Auch Opera ist als Komplettdownload verfügbar, jedoch kann man online vor dem Download einige Einstellungen vornehmen, sodass auch hier die Größe variieren kann. Die Standardversion liegt bei ca. 3,5 MB, die Version mit Java-Engine (nicht JavaScript) schlägt mit dem ca. 11 MB zu Buche.
"The fastest Browser on earth" ist wirklich schneller im Laden der Seiten, was sich gerade auf langsameren PCs bemerkbar ist, und zeigt auf, was man nicht alles in 10 MB reinstecken kann: Ein integriertes Mailprogramm gehört genauso zum Umfang wie ein Newsreader. Besonders hervorheben muss man auch die umfangreichen Optionen. Opera ist wie Netscape skinable, besitzt das Feature des Tabbed Browsing (auch abstellbar), verfügt über eine umfangreiche Eingabemaske für die Auto-Vervollständigung von Formularen und noch umfangreichere Optionen zur Sicherheit. Darüber hinaus ist es mit Opera möglich, den eigentlichen Browsernamen zu verbergen und sich als IE- oder Netscape-Nutzer ausgeben. Mit einfachen Methoden kann man den Namen von Browsern auslesen und so die Ausgabe manipulieren. Darüber hinaus beherrscht Opera Mausgesten: Man hält die rechten Maustaste gedrückt und führt eine bestimmte Bewegung aus. Opera erkennt diese Mausgeste und öffnet z.b. ein neues Fenster, geht eine Seite zurück/vor oder startet das interne Mailprogramm.
Opera hält sich recht streng an die Standards und zieht diese Standards auch recht rigoros durch. So haben schlecht geschriebene Seiten auch ganz üble Karten bei diesem Browser und drohen zu einem Chaos zu werden. Gut geschriebene Seiten hingegen werden optimal dargestellt.
Ansonsten ist Opera eine gute Alternative zu den anderen Browsern, auch wenn man sich damit nicht gerade auf Anfängerseiten rumtreiben sollte, wenn man Spaß beim Surfen haben möchte. Da nützt auch die integrierte Google-Suchleiste nichts.
Opera erhält man unter http://www.opera.com/download

Bild, URL: http://www.yubb.de/images/special_mozilla.gif
Der letzte Browser in diesem Special ist Mozilla. Er hält sich von der Dateigröße in dem Bereich der anderen, nämlich bei 10 MB. Mozilla ist ein OpenSource-Programm; Das heisst, man kann den Quellcode zu diesem Browser im Internet einsehen und runterladen. Mozilla ist, wie die meisten Borwser hier, Freeware. Mozilla ist an sich auch "nur" eine Browserplattform, denn viele andere Browser basieren auf der Mozilla-Technologie. Bekanntestes Beispiel dürfte wohl Netscape sein. Weitere Beispiele sind Solaris und Konqueror (Linux).
Dennoch ist Mozilla auch ein eigenständiges Projekt und das noch nicht mal ein schlechtes. Wer nun große Unterschiede zu Ablegern wie Netscape erwartet, wird auf den ersten Blick äußerst enttäuscht sein. Auch Mozilla ist skinable, besitzt diverse Manager (Cookie, Formular, Passwort, Download), aber auch einen Bildmanager, um Bilder ein-/auszublenden. Das Besondere an Mozilla ist die Erweiterbarkeit durch PlugIns. Man kann auf der Mozillaseite verschiedene Funktionen und Erweiterungen runterladen und sich so seinen eigenen, persönlichen Browser zusammenstellen. Was man braucht, lädt man sich runter, was man nicht braucht, lässt man einfach links liegen. Auch Mozilla kann sich tarnen und so als ein anderer Browser ausgeben. Genauso gehört das Tabbed Browsing dazu. Der Browser besitzt eine Menge mehr Optionen als die restlichen drei Browser.
Mozilla liegt in Sachen Standards sehr weit vorne. Der Browser interpretiert die neusten Sprachen, Elemente und Standards. So kann CSS2 gerne kommen, würde es nach Mozilla gehen. Hier gibt es nur noch minimale Aussetzer. Besonders hervorzuheben ist, dass nur Mozilla wirklich die gesamte Sprache HTML 4.01 unterstützt. Die restlichen Browser interpretieren immer noch nicht alle Elemente, obwohl HTML 4.01 heutzutage Gang und Gebe ist. Aber Mozilla ist auch äußerst pingelig, was die Interpretation der Standards betrifft. Da muss man schon nahezu validatorgerecht geschriebene Seiten besuchen, um die Seite richtig dargestellt zu sehen.
Mozilla ist ein äußerst gutes Projekt, welches immer am Rad der Internetzeit ist. Mozilla setzt sozusagen fest, was die anderen Browser in ca. 1 Jahr können. Dementsprechend gut ist es auch, immer eine aktuelle Version von Mozilla dabeizuhaben.
Mozilla bekommt man im Komplettdownload unter http://www.mozilla.org

Wer detaliert sehen möchte, welche Attribute/Elemente von welchem Brower interpretiert werden, dem kann ich http://www.xs4all.nl/~ppk/js/version5.html empfehlen. Hier werden die 5er Versionen auf den Prüfstand gestellt.
Welcher Browser welche Elemente in CSS2 interpretiert, kann man unter http://www.xs4all.nl/~ppk/css2tests/intro.html einsehen.

Geschrieben von Phil Marx am 18.06.2004 (10641x gelesen)
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